Bruchstücke Poster

Poster gestaltet von Veronika

Bruchstücke

Autor Bruchbühnenensemble & Freunde
Semester WiSe 25/26
Spielzeit 26., 28., 29. & 30. Januar 2026
Inhalt Eine Szenencollage

Besetzung

Engel & Teufel
Engel
Lio
Teufel
Sophia Tiemann Céo
when to act
Socke
Miriam Carolina Mauthe
Topi
Dominic Lupas
Lampe
Anka Charlotte Doese
Müsli
Sarina Vitillo
Ernst
Flynn Oliver Scott Kaz Maximus Take
Fussel
Jan Riebe
Flamme
Sophia Tiemann Céo
Hicks
Elo
J. Edgar
Veronika
wütend
A
Veronika
B
Susanne König
C
Jakob Gabriel Sappler
Aleksei verblutet
Aleksei
Gabriel
Berater
Jan Riebe
Fürstin
Susanne König
Arzt
Jakob Gabriel Sappler
Blutrausch
Don
Gabriel
El C
Till
Sierra
Veronika
Master
Eleni Brüggemann
Ode an den Lachs
Erzähler/Martin
Till
Marc
Lio
Lachs
Miriam Carolina Mauthe
Die Fische
Anka Charlotte Doese, Jan Riebe, Gabriel
Stimme aus dem Off
Veronika
Pausen
Erste
Dominic Lupas
Zweite
Sarina Vitillo
Die Essenz
Person
Sophia Tiemann Céo
Was bleibt
A
Anka Charlotte Doese
B
Lio
C
Till
D
Elo
Ältere Dame
Miriam Carolina Mauthe
Die Midashand
Ali
Eleni Brüggemann
Jones
Gabriel
Theseus
Djamilia Lind

Team

Technik
Nicolai
Dramaturgie
Djamilia Lind, Ilea Rahn, Kristina, Nicolai, Sarina Vitillo

Über das Stück

Dieses Semester haben wir uns an das Experiment gewagt, selbstgeschriebene Szenen zu einer Collage zusammenzufügen. Kommt vorbei wir freuen uns auf euch!

Dieses Semester haben wir etwas neues ausprobiert und unser Stück selbst geschrieben. Wir wollten damit vier Fliegen mit einer Klappe schlagen: Erstens: Manche von uns schreiben gerne und wollten sich an Theaterstücken versuchen. Zweitens: Wer versucht, Theaterstücke mit vielen kleinen bis mittelgroße Rollen zu finden, wird feststellen , dass es davon viel zu wenige gibt für eine Gruppe wie unsere. Drittens: Wir wollten viele kleine Szenen schreiben, damit wir unsere semsterbedingt begrenzte Probezeit gut nutzen können, indem wir parallel an Szenen arbeiten. Und Viertens: Eine Szenencollage lässt mehr Raum für kreative Ideen und auch die weniger erfahrenen Autor:innen werden zum Schreiben ermutigt.

Ende des letzten Semesters haben wir uns daher auf Schlagwörter als Inspiration zum Schreiben geeinigt: „Gewalt“, „Überall quillt Blut raus“, „Friedhöfe“, "Beerdigung" Um uns beim Schreiben nicht einzuschränken, waren diese Themen nicht verpflichtend. Sie als Zuschauer:in sind aber dazu eingeladen, Anspielungen daran in den einzelnen Stücken zu finden. Über den Sommer konnten alle mit Ambitionen zum Autor:innentum Szenen schreiben. Ein "Kürzungs"-AK aus besonders theaterhungrigen Textfanatiker:innen kümmerte sich darum, aus allen eingesendeten Skripten eine zusammenhängende Collage zu erstellen. Auch dieses Mal gab es keine Vorsprechen oder Castings. Stattdessen haben wir die Rollen gemeinsam vergeben. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es selten Konflikte gibt und wenn, dass man diese gut mit einem klassischen Faustkampf hinter dem Theater lösen kann. Dank der ausufernden Opulenz in der Vorstellung unserer Autor:innen, die Ensemblegröße betreffend, spielen viele in der Gruppe dieses Mal gleich mehrere Rollen. Deshalb war die große Herausforderung in der Rollenvergabe tatsächlich nicht, konkurrierende Rollenwünsche zu berücksichtigen, sondern, die Rollen so zu verteilen, dass wir, wie geplant, möglichst oft Szenen parallel proben konnten. Wir haben uns entschieden, das zu ignorieren und die Probenplanung wurde dadurch zu einem spannenden Puzzle, welches unser dafür einberufener Prozess AK mit Spreadsheets, etwas Python Code und vielen Tränen gelöst hat.

Der Probenprozess lief auch bei dieser Produktion auf etablierte Bruchbühnen-Art ohne zentrale Regie. Dabei haben wir mal wieder gemerkt, dass der beste Input meist eher von vor als auf der Bühne kommt. Dass man über super viele Ideen ausgiebig diskutieren kann, aber ausprobieren dann doch immer das Beste ist und gemeinsames Spielen einfach Spaß macht! Das ist schon das vierte Projekt in dem die Gruppe als kreatives Organ steht im Mittelpunkt steht. Die Planung und Organisation der Proben haben dabei jede Woche gewechselt. Damit wollen wir starre Hierarchien vermeiden und die Arbeitslast einigermaßen gleichmäßig verteilen. Zusätzlich gibt es Gruppen in denen das Poster, Bühnenbild, oder dieses Programmheft, von besonders motivierten Personen bearbeitet wurden. Und zwischendrin muss natürlich immer ganz viel kommuniziert werden... Wie immer waren die letzten Wochen vor den Aufführungen sehr intensiv mit drei Probenwochenenden, zusätzlichen Proben, Basteln, Streichen, Designen, Bestellen, Drucken und so weiter. Das Ergebnis ist aber dieses Mal besonders belohnend, weil alles von vorne bis hinten frei unseren eigenen Köpfen entflohen ist, persönlich poetisch, eher experimentell, vielleicht Mal verwirrend und vor allem besonders bruchbühnig.